Aremberg - Burg- und Schlossruine Arenberg - Eichenbach - Bläke Fritz - Streitenau - Schornkapelle - Freilichtbühne - Schuld - Insul
Steil bergan geht es zur Burg- und Schlossruine Arenberg– mit 623 Metern der höchste Punkt des gesamten AhrSteigs. Über steile Waldpfade erreicht man Eichenbach. Durch den Eichenbacher Forst und nach Überquerung der Ahr folgt ein knackiger Anstieg über versteckte Pfade zu spektakulären Felspassagen und entlang schroffer Sandsteinwände nach Schuld. Ein Abstecher zur Schornkapelle sowie zur Freilichtbühne lohnt. Weiter über Forstwege, hinauf zu dem beeindruckenden Felsmassiv der Spicher Ley mit imposanten Blicken auf das Ahrtal führt die Tour über den letzten Etappen-Anstieg durch Wälder und Wiesen hinab nach Insul mit dem Naturdenkmal Prümer Tor und der Hahnensteiner Mühle.
Zurück zum Startpunkt geht es mit dem RadWanderBus Oberes Ahrtal Linie 899 (29.03. - 01.11.): Blankenheim – Antweiler - Schuld - Insul - Altenahr - Ahrweiler oder ganzjährig mit dem Bus Linie 861 Blankenheim - Freilinger See - Antweiler - Schuld - Insul - Ahrbrück. Zusätzlich ist in Schuld oder Antweiler ein Umstieg in Bus Linie 882 zurück nach Aremberg erforderlich.
Gleich zu Beginn erwartet uns der verheißungsvolle Anstieg auf das Plateau des Arembergs, einer der höchsten erloschenen Vulkane der Eifel. Nur noch überwucherte Mauerreste, Gräben und eine geheimnisvolle Allee lassen erahnen, dass hier einmal eine mächtige Schlossanlage auf der Kuppe des Berges thronte. Der – meist verschlossene – Aussichtsturm stammt aus einer späteren Epoche. Den Schlüssel dazu gibt es im Ort. Ganz in der Nähe des Turms verlassen wir das Plateau auf einem schmalen Steig. Unter unseren Füßen spüren wir das alte Gestein ehemaliger Burgmauern. Sobald wir auf einen Waldweg stoßen, geht es nun stetig bergab bis hinab nach Eichenbach. In dem kleinen malerischen Ort besuchen wir die Sandsteinskulptur des Bläke Fritz. Die Schlagfertigkeit dieses für seinen Humor im ganzen Ahrtal bekannten Kesselflickers ist in etlichen Anekdoten erhalten. Hierzu folgen wir als kurzen Abstecher von der Hauptroute am Landgasthaus zum Wiesengrund der Ahrtalstrße etwa 500 abwärts. An der Kapelle der 14 Nothelfer vorbei geht es nun hinauf auf die Hochfläche der Mertesnück. Linkerhand erfreut sich das Auge an den bewaldeten Hügeln oberhalb des Dreisbachtals. Und schon tauchen wir wieder in den Wald ein. In weiten Kehren schaffen wir den Abstieg hinunter ins Tal der Ahr, die wir bei dem kleinen Weiler Streitenau überschreiten. Hier beginnt nun eine der schönsten, weil abenteuerlichsten Strecken des AhrSteigs. Nach einem knackigen Anstieg in der Schulder Hardt schlängelt sich unser Pfad am teilweise steilen Hang über leicht ausgesetzte Felsklippen und an senkrechten Sandsteinwänden entlang. Wir erreichen das idyllisch im Talkessel gelegene Örtchen Schuld. Abseits des Weges locken das Freilichttheater und die Schornkapelle. Jetzt ist es Zeit für eine Einkehr in einem der freundlichen Lokale. Nach der Erholungspause spazieren wir am Ahrufer entlang hinaus auf einen Weg, von dem wir einen schönen Blick auf die weite Ahrschleife haben, die den alten Ortskern umgibt. Genug der Abenteuer? Bei Weitem nicht. Noch einmal geht es konditionsfordernd durch den Buchenwald bergauf, bis wir das abenteuerliche Felsareal der Spicher Ley erklommen haben. Von hier fällt unser Blick nach Westen auf das Grün der umgebenden Wiesen. Im Hintergrund grüßt der Aremberg, von dem wir am Morgen gestartet sind. Ein letztes Mal berühren wir den Ortsrand von Schuld, dann geht es wieder hinein in die Waldlandschaft, bis wir kurz vor Insul zum Ahrufer absteigen, das uns hier ebenfalls mit mächtigen Sandsteinklippen am gegenüberliegenden Ufer begrüßt. Auf der Ufereinfassung der ansonsten weitgehend naturbelassenen Ahr erreichen wir das Örtchen mit dem seltsam klingenden Namen. Er leitet sich vermutlich von Insel ab, denn der Ort soll früher einmal von einem Seitenarm der Ahr umflossen worden sein.
Hinweis: Umleitungen im Bereich Eichenbach und Insul (Stand 06.07.2026)
https://www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de/de/hinweis/umleitungen-im-bereich-eichenbach-und-insul/800016095/
Wegen einer beschädigten Brücke muss der Streckenabschnitt durch Eichenbach umgeleitet werden. Folgen Sie hier der Markierung "Umleitung". Der Uferpfad bei Insul ist auf Grund von Schäden durch die Flutkatastrophe gesperrt. Bitte nutzen Sie die ausgeschilderte Umleitung über den Ahr-Radweg.